Der 2-Tages-Trip zum Seitseminen Nationalpark ist schon eine Weile her, aber das Sammeln von Bildern hat eine Weile gedauert. Ich hoffe Ihr verzeiht mir diesen Umstand … eigentlich bleibt Euch ja gar nichts anderes übrig! 😉
Wir haben uns Ende August Autos gemietet um von Tampere zum Seitseminen Nationalpark zu gelangen und haben dort eine Wanderung von 25,6km gemacht. Dabei sind wir einen ausgewiesenen Rundweg gewandert, der sich Virkatie nennt und sich wirklich gelohnt hat. Zunächst ging es durch Wälder, sumpfige Gebiete entlang verschiedener Seen, ehe wir Rast an einem urfinnischen und traditionellen Gehöft gemacht haben.
Dort war genau an diesem Tag und zufälligerweise ein Fest, bei dem auf die finnische Tradition aufmerksam gemacht wurde. Man konnte die Häuser betreten und bei traditionellem Handwerken zuschauen (Körbe-Flechten, Bücher binden, Stricken, …) oder sogar selbst (beim Dach decken) Hand anlegen. Das war super schön und echt eindrucksvoll. Für den richtigen Wumms haben dann neben Musikern die Soldaten gesorgt, die scharf geschossen haben. Jieeehaa!
Danach sind wir weiter entlang des Trails gewandert und kamen an mehreren riesigen Ameisenhaufen vorbei. Bevor wir an unserem Nächtigungsplatz angekommen waren, hatten wir weitere 3 Seen passiert. Es ist echt verrückt wie viele man hier erblickt! Auch unser Camp für die Nacht lag direkt an einem See, dem Ufer des Liesijärvi. Es bestand aus einer Feuerstelle und einer Holzlager-Hütte, in der eine Säge und Axt zu finden waren. Folglich haben wir uns erst einmal beim Holz-Hacken ausgetobt um dann über dem Lagerfeuer Barbecue zu machen. Bis spät in die Nacht haben wir am Lagerfeuer Bier getrunken, ehe wir uns in Gruppenkuschel-Marnier schlafen gelegt haben.
Schon während der ganzen Wanderung waren die Wege von Blaubeeren gesäumt, von denen ich mir eine ausgiebige Portion zum Frühstück gegönnt habe. Sie sind einfach hammer lecker wenn sie direkt aus der Natur kommen! … achjaa, ich habe noch gar nicht erwähnt, dass sich das Wetter von seiner besten Seite gezeigt hat, aber das wurde bestimmt schon auf den Bildern ersichtlich. Der zweite Tag startete ebenso prächtig, auch wenn sich im Laufe der Wanderung ein Gewitter aufbaute, das uns aber glücklicherweise verschonte. Nachdem wir erneut durch moosige, satt grüne Wälder und vorbei an schönen Seen wanderten, haben wir den Nationalpark verlassen um anschließend noch einmal mit dem Auto an einen See zu fahren. Dort wurde das Wetter aber recht schnell schlecht und wir traten die Rückfahrt nach Tampere an.
Ein lohnenswerter Ausflug, der genau mein Ding war. Sowas sollte man auch öfter mal in Deutschland machen. Außer der Motivation braucht man ja eigentlich nichts dafür! DerRené.
P.S. Vielen Dank an Manon, Etienne, Florian und Leo für die Bilder!
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